Die Recyclingprodukte

Das Straßennetz in Deut-schland besteht zu ca. 80 % aus Asphaltstraßen. Die Er-haltung und Anpassung an die steigenden Beanspruchungen führt zu einer Zunahme der Mengen von Ausbauasphalt. Der jährliche Mischgutbedarf beläuft sich auf 40 bis 50 Mio. Tonnen, von denen etwa 20 % in Form von Ausbauasphalt zur Verfügung stehen. Asphalt entspricht damit dem Wieder-verwertungsgebot


Zur Schonung natürlicher Ressourcen in großem Maßstab werden am Standort Recyclingmaterialien verwertet:

  • Bituminöser Straßen-aufbruch
  • Pechhaltige Straßenbaustoffe
  • Schüttgüter

Bituminöser Straßenaufbruch

des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes in besonderem Maße. Natürliche Baustoffvorkommen werden geschont, Deponieraum wird gespart und der Umfang der Baustofftransporte verringert. Infolge der thermoplastischen Eigenschaften des Binde-mittels Bitumen kann der flexible Baustoff Asphalt beisachgerechter Planung und Ausführung wiederverwendet werden. So bleibt dieser hochwertige und teure Baustoff über lange Zeit nutzungsfähig. Ausbauasphalt wird entweder durch Fräsen oder Aufbrechen gewonnen. Beim Fräsen kann eine bestehende Fahrbahn in beliebiger Dicke kontrolliert aufgenommen werden. Der in groben Stücken und Platten angelieferte Ausbauasphalt wird in der am Standort betriebenen Brechanlage zerkleinert. Eine nach-geschaltete Siebanlage klassiert und homogenisiert das Material.
Der auf diese Art recycelte Asphalt wird der Mischgutproduktion bei der Herstellung von Trag- und Bindeschichten wieder zugeführt. Fräsasphalt und Asphaltgranulat sind bei ent-sprechenden Vorkehrungen langfristig lagerfähig. An der Mischanlage kann ein Vorrat als Puffer zwischen dem diskontinuierlichen Anfall und dem Verbrauch angelegt werden.

Pechhaltige Straßenbaustoffe

In der Vergangenheit wurde im Straßenbau außer anderen Bindemitteln auch Steinkohlenteer-Spezialpech („Teer“, „Pech“) eingesetzt. In ihrer Wirkung als Binde-mittel für Mineralstoff-gemische sind sich Bitumen und Pech so ähnlich, dass früher aus bautechnischer Sicht zwischen beiden Stoffen keine großen Unterscheidungen erforderlich waren. Erst als pechhaltige Bindemittel im Straßenbau aus wirtschaftlichen Gründen längst durch Bitumen substituiert waren, wurde die schädliche Wirkung pechhaltiger Stoffe durch die Forschung auf den Gebieten der Medizin und der Ökologie erkannt. Grund ist im Wesentlichen der Gehalt an Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) im Pech. Außer PAK enthält Pech auch Phenolverbindungen, die sich vor allem durch Geruch unangenehm bemerkbar machen. Steinkohlenteerpech, Braunkohlenteerpech, Karbobitumen oder sonstige Bindemittel mit einem Gehalt an Benzo(a)pyren von 50 mg/kg und mehr werden im Straßenbau nicht mehr ein-gesetzt. Solange sich in der Vergangenheit in Straßen eingebaute pechhaltige Straßenbaustoffe in der Fahrbahnkonstruktion befinden, sind Beein-trächtigungen von Boden und Grundwasser durch Pechinhaltsstoffe nicht zu erwarten.

Primär sollen also pechhaltige Straßenbaustoffe in der Fahrbahn belassen werden. Müssen pechhaltige Beläge aufgenommen werden, bedürfen diese einer besonderen Auf-bereitung. Diese erfolgt kalt, d.h. umweltfreundlich, entweder in der stationären oder in einer mobilen Mischanlage. Der pech-haltige Straßen-baustoff wird dabei voll-ständig mit Bindemitteln umhüllt und als Kaltfundations-schicht im Straßen- und Wegebau wiederverwertet. Dabei bewirkt das (kalte) Einbinden der pechhaltigen Stoffe

  • eine Minimierung des Hohlraum gehaltes in der fertigen Schicht,
  • eine Verhinderung des Wasserzutritts und damit
  • eine dauerhaft wirksame Einbindung der schädlichen Inhaltsstoffe Die Zwischenlagerung erfolgt in Oberursel-Weißkirchen innerhalb einer extra für diesen Zweck errichteten Lagerhalle. Die Bodenfläche ist wasserundurchlässig ausgebildet.

Schüttgüter

Unter Recycling beim Straßenbau versteht man eine wirtschaftlich und öko-logisch sinnvolle Wiederverwertung von Baustoffen. Aus diesem Grund betreibt die Firma Schütz eine Baustoff-Recycling-Anlage. Hier werden hochwertige Straßenbaustoffe (Asphalt, Beton, Pflaster, Randsteine usw.) zu Schüttgut mit verschiedener Körnung aufbereitet (Sand, 0/32, 0/45). Zur Sicherung des hohen Qualitätsstandards erfolgt eine kontinuierliche Eigen- und Fremdüberwachung.