Asphaltprodukte

 

Asphalt

Asphalt, wie er im heutigen Straßenbau verwendet wird, ist ein Gemisch aus Mineralstoffen und dem Bindemittel Bitumen. Mineralstoffe werden aus natürlichen Rohstoffen gewonnen. Das Bindemittel Bitumen wird aus dem ebenfalls natürlichen Rohstoff Erdöl in modernen Raffinerien hergestellt. Jede Mischgutart besteht aus Mineralstoffen bestimmter Kornzusammensetzung und einer bestimmten Bindemittelart und -menge. Die Mineralstoffe werden nach ihrer Körnung bezeichnet: bis 0,09 mm als Füller, von 0,09 bis 2 mm als Sand, von 2 bis 32 mm als Splitt, über 32 mm als Schotter. Für das Mischgutverhältnis und den Bindemittelanteil der verschiedenen Asphaltsorten bestehen Vorschriften und Richtlinien des Bundesministers für Verkehr, Abteilung Straßenbau. Im Rahmen dieser Vorgaben betreibt die Wilhelm Schütz GmbH & Co. KG eigene Entwicklungen, z.B. Drain-asphalt und Niedrig-temperatur-Asphalt

 

Offenporiger Asphalt

Umweltschutz und Verkehrssicherheit sind zwei wichtige Parameter der zukünftigen Verkehrsplanung. Die Verwendung von offenporigem Asphalt hilft, diese Ziele zu erreichen. Im Gegensatz zu normalen Straßenbelägen, die die Reifengeräusche reflektieren und dadurch noch verstärken, kann der offenporige Asphalt einen Großteil des Lärms „schlucken“. Die Offenporigkeit hilft aber auch bei der Entwässerung der Straßenoberfläche. Ebenso, wie sich der Schall in den Hohlräumen ausdehnt, wird auch das Regenwasser aufgenommen und wie in einer „Drainage“ zum Fahrbahnrand geleitet. Dieser „Schwamm-Effekt“ erhöht die Verkehrssicherheit bei Regen in wesentlichem Maße.

Dünnschichtbeläge

Die Instandhaltung des vorhandenen Straßennetzes ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben des Straßenbaus. Mit zunehmendem Alter unterliegen die „Deck- und Verschleißschichten“ der Straßen durch Verkehrs- und Witterungseinflüsse einer erhöhten Belastung. Durch
die Verwendung von Dünnschichtbelägen erhalten abgefahrene und verschlissene Straßen wieder eine geschlossene und griffige Deckschicht, die es ermöglicht, den Gebrauchswert der Straßen zu erhalten. Dünnschichtbeläge bieten aber nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern optimieren durch Auswahl bestimmter Oberflächentexturen auch die Schallabsorption

Niedrigtemperatur - Asphalt

Beim Einbau von Gussasphalt sind die Beschäftigten Konzentrationen von Bitumendämpfen und Aerosolen ausgesetzt, die die gesetzlich zulässigen Grenz-werte von 10 mg/cbm stellenweise deutlich überschreiten. Durch Anwendung temperatur reduzierender Additive lassen sich Gussasphalte herstellen, die die geltenden Grenzwerte erfüllen. Dies geschieht durch eine Verringerung der Viskosität des Bitumens im Verarbeitungstemperaturbereich. Hierdurch werden Verarbeitbarkeit und Verdichtbarkeit der modifizierten Asphalte verbessert. Außerdem führt die Temperaturabsenkung zu einer Verringerung des Energieverbrauchs und des Materialverschleißes. Praktische Erfahrungen haben gezeigt, dass die Verwendung dieser Zusätze die Standfestigkeit und Verformungsresistenz der Asphalte im Gebrauchstemperaturbereich verbessert. Die Firma Wilhelm Schütz wurde für ihren Beitrag über die Temperaturabsenkung beim Einbau von Gussasphalten und die damit erreichten Fortschritte in Berlin ausgezeichnet.
Die Einbaumaßnahmen wurden von der Bau-BG messtechnisch begleitet und zeigten bei einer Temperaturabsenkung auf bis zu 207 °C (statt 240-260 °C) eine Verringerung der Belastung der Beschäftigten um rund 75 % (unter 10 mg/cbm statt 40 mg/cbm).

Fundationsschicht

Pech (teer-)haltiges Straßenbaumaterial stellt im Normalfall einen qualitativ hochwertigen Baustoff dar. Einer umweltfreundlichen Wiederverwendung sollte daher sowohl aus straßenbautechnischer Sicht wie auch angesichts der beengten Deponieraumkapazitäten Vorrang eingeräumt werden. So hat sich insbesondere die Fundationsschicht, eine seit langen Jahren bewährte Bauweise, zur Aufnahme von Straßenaufbruchmaterial als geeignet erwiesen. Nachweislich pechhaltig belastetes Material kann hier, z. B. unter Verwendung von Bitumenemulsion, umweltfreundlich zum Einbau in eine Straßenbefestigung gelangen. Die spezielle Einbautechnik als Kaltmischgut verhindert hierbei eine Emission umwelt- und gesundheitsbeeinträchtigender Stoffe. Durch die Umhüllung mit Bindemitteln entsteht so ein hochwertiger Baustoff, der auf unterschiedlichsten Straßentypen / Bauklassen im Unterbau eingesetzt werden kann.